|
Hamburg (ots) -
Größte Zuwächse im Privatkundensegment / Herstellerbanken sind
auch in Krisenzeiten ein zuverlässiger Partner für den Mittelstand
/ Zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf
Der deutsche Automobilmarkt war im ersten Halbjahr 2009 von tief
greifenden Umbrüchen geprägt. Während die Zahl der privaten
Neuzulassungen in Deutschland wegen der Umweltprämie deutlich stieg,
belasteten die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft
das Geschäft mit gewerblichen Kunden. Die Banken der
Automobilindustrie haben diese Marktveränderungen gut gemeistert und
ihr Neugeschäft deutlich gesteigert. Insgesamt brachten die
herstellerverbundenen Autobanken im ersten Halbjahr rund 704.000
Neufahrzeuge im Wert von 13,6 Milliarden Euro auf die Straße. Das ist
ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Neuwagen: Starkes Wachstum im Privatkundengeschäft
Im Privatkundensegment verzeichneten die Herstellerbanken einen
kräftigen Zuwachs von 34 Prozent auf 421.000 Neuverträge. Dominierend
waren dabei die Finanzierungen mit einem Anteil von über 80 Prozent
im Vergleich zum Leasing. "Dieses Wachstum war möglich, da ein
Großteil der Kunden, die die Umweltprämie in Anspruch genommen haben,
ihren Fahrzeugbedarf in der Vergangenheit primär auf dem privaten
Gebrauchtwagenmarkt abgedeckt haben", erläutert Klaus Bentz, Sprecher
des Arbeitskreises Autobanken (AKA). "Durch attraktive
Finanzdienstleistungsangebote in Verbindung mit der Umweltprämie
konnten diese Kundengruppen erstmals an den Markenhandel und die
herstellerverbundenen Autobanken herangeführt werden."
Herstellerbanken als starker Partner für den Mittelstand
Während die Auswirkungen der Finanzkrise zu einem starken Rückgang
des gewerblichen Fahrzeuggeschäfts (-24,6 Prozent, Quelle: KBA) auf
dem Gesamtmarkt führten, waren die Banken der Hersteller in diesem
Marktsegment ein Stabilitätsfaktor. Bei den Mitgliedern des AKA war
das gewerbliche Geschäft nur mit 6 Prozent rückläufig und damit
deutlich besser als der Gesamtmarkt. Insgesamt wurden 283.000
Fahrzeuge von gewerblichen Kunden geleast oder finanziert. "In
wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben vor allem mittelständische
Kunden und der Handel verstärkt den Autobanken vertraut", so
AKA-Sprecher Bentz. "Die Banken der Hersteller haben sich mit ihrer
konstanten Kreditvergabepraxis als zuverlässiger Partner erwiesen."
Bedingt durch die Umweltprämie war das Gebrauchtwagengeschäft der
Herstellerbanken im ersten Halbjahr 2009 erwartungsgemäß leicht
rückläufig. Mit rund 303.000 finanzierten und geleasten
Gebrauchtwagen (-2,9 Prozent) blicken die Autobanken jedoch auf eine
insgesamt zufriedenstellende Entwicklung in der ersten Jahreshälfte
zurück.
Positive Bestandsentwicklung
Die Bestandssumme aus Forderungen, die sich aus den
Finanzdienstleistungen der herstellerverbundenen Autobanken ergeben,
stieg im ersten Halbjahr 2009 um 3 Prozent auf insgesamt 90
Milliarden Euro: Die Forderungen aus dem Retail-Geschäft, also
Leasing und Finanzierung an Endkunden, konnten um 3,8 Milliarden Euro
(+5 Prozent) auf nunmehr 79,2 Milliarden Euro gesteigert werden. Die
Forderungen aus dem Wholesale, also der Händlerfinanzierung, sanken
im ersten Halbjahr 2009 um 9 Prozent auf 11 Milliarden Euro. "Bedingt
durch die Umweltprämie konnte der Handel seine Lagerwagenbestände um
fast 37.000 Einheiten (-9 Prozent) reduzieren", zeigt sich Bentz
erfreut. "Dies ist eine positive Entwicklung, die wir sehr begrüßen."
Zuversichtlich für 2009, aber 2010 wird ein schwieriges Jahr
Dem weiteren Jahresverlauf 2009 sehen die Herstellerbanken
zuversichtlich entgegen. "Wir rechnen damit, dass die positiven
Absatzeffekte der Umweltprämie auch die Entwicklung im zweiten
Halbjahr bestimmen werden", erklärt Bentz, "so dass die Autobanken in
Summe das Gesamtjahr voraussichtlich mit Bestmarken beenden werden."
Für das Jahr 2010 werde diese Entwicklung jedoch nicht anhalten: "Zum
einen ist im Jahr eins nach der Umweltprämie mit einem Rückgang der
Privatkundennachfrage zu rechnen, zum anderen ist eine schnelle
wirtschaftliche Erholung des gewerblichen Geschäfts kaum absehbar."
Die Autobanken unterstützen daher die Forderung der
Automobilhersteller nach adäquaten, konjunkturunterstützenden
Maßnahmen der Regierung vor allem für den Mittelstand. "Die Banken
der Automobilwirtschaft sind sich als Marktführer zudem ihrer eigenen
wichtigen Rolle für das Funktionieren des Kreditwesens und zur
Ankurbelung des Geschäfts in einer der Kernindustrien unseres Landes
bewusst", sagt Bentz. "Mit unseren Finanzdienstleistungen werden wir
der Automobilwirtschaft auch in Zukunft als wichtiges Schwungrad
dienen."
Hintergrund
Der "Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der
Automobilwirtschaft (AKA)" ist ein Zusammenschluss aller namhaften
herstellerverbundenen Finanzdienstleistungsgesellschaften (Banque PSA
Finance, BMW Financial Services, FGA Bank Germany, Ford Bank, GMAC
Bank, Honda Bank, Mercedes-Benz Bank, MKG Bank, RCI Banque, Toyota
Financial Services, Volkswagen Financial Services und Volvo Auto
Bank). Der AKA fungiert als gemeinsames Sprachrohr für die Banken der
Automobilindustrie und trägt zur Profilierung herstellerverbundener
Finanzdienstleistungen in der Öffentlichkeit bei. Die 12 Mitglieder
des AKA sind seit Jahren Marktführer für automobile
Finanzdienstleistungen in Deutschland und wesentliches Schwungrad für
das volkswirtschaftliche Schlüsselsegment "Mobilität". Derzeit
vertrauen ihnen über zehn Millionen Kunden die Finanzierung ihrer
Automobilität an. Die im AKA organisierten Institute repräsentieren
39 Automobilmarken und beschäftigen bundesweit insgesamt rund 9.000
Mitarbeiter.
Weitere Informationen finden Sie unter www.autobanken.de
Originaltext: Arbeitskreis Autobanken
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52520
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_52520.rss2
Pressekontakt:
Molthan van Loon Communications Consultants GmbH (GPRA)
Herr Marius Rechenbach
Tel.: +49 (40) 460 68 184
Fax: +49 (40) 460 68 108
E-mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Verwandte Themengebiete und Nachrichten:
Führungspositionen sind noch immer wenig Frauen vertreten. Trotz Bildungsoffensive und Änderungsprozessen der letzten Jahre sind unter Strich kaum Frauen in Managementpositionen zu finden.
...
Renten und Steuern - Ein Kurzüberblick
In der Bevölkerung ist oft die Meinung verbreitet das Renten Grundsätzlich steuerfei sind. Ledier ist dem nicht so. Nur die wenigsten Renten müssen nicht versteuert ... Immer mehr Deutsche erledigen ihre Bankgeschäfte online. Ihre Zahl stieg im vergangenen Jahr um 2 auf 24 Millionen, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) am Sonntag in ... Checkliste: So vermeiden Sie die Kostenfallen beim Online-Broking
Machen Sie nicht allein die Werbeaussagen eines Brokers zur Grundlage Ihrer Entscheidungen, sondern werfen Sie auch einen kritischen Blick in das Preis- und ... Am 14. Februar ist Valentinstag und viele Bundesbürger
verschenken Blumen an ihre Partner, Freunde, Verwandten oder
Geschäftspartner. Allerdings sind die Umsatzerwartungen bei den
Blumenhändlern hierzulande gedämpft. «Für das Jahr 2009 ... In Bayern müssen Geistliche oder kirchliche Mitarbeiter, die an
Schulen Religionsunterricht geben, in Zukunft nachweisen, dass sie
nicht vorbestraft sind und dass nicht gegen sie ermittelt wird. Wie
die «Welt ...
|