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Bonn (ddp). Die finanziellen Aussichten für die gesetzlichen
Krankenkassen haben sich etwas verbessert. Den Versicherern fehlen im
laufenden Jahr 3,1 Milliarden Euro. Das ergab eine neue Prognose des
Schätzerkreises der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die am
Mittwoch in Bonn veröffentlicht wurde. Bei der jüngsten Schätzung im
vergangenen Dezember war das Gremium noch von einem Defizit in Höhe
von vier Milliarden Euro ausgegangen. Der GKV-Spitzenverband hält die
Finanzsituation der Kassen aber weiter für schwierig.
Die Experten rechnen für 2010 in der GKV mit Ausgaben in Höhe von
173,4 Milliarden Euro. Die von der Bundesregierung geplanten und am
Mittwoch im Kabinett beschlossenen Einsparungen bei den
Arzneimittelkosten sind hier bereits einberechnet. Die Einnahmen der
GKV im laufenden Jahr kalkulieren die Fachleute auf 170,3 Milliarden
Euro - inklusive des Bundeszuschusses von 15,7 Milliarden Euro für
2010. Bleibt eine Lücke von 3,1 Milliarden Euro.
Der GKV-Spitzenverband erklärte, die Finanzsituation der Kassen
bleibe angespannt. Schließlich fehlten noch immer über drei
Milliarden, sagte Verbandschefin Doris Pfeiffer. Diese müssten die
Kassen aus Rücklagen oder durch Zusatzbeiträge finanzieren. Pfeiffer
begrüßte die Bemühungen der Bundesregierung, die Ausgaben
einzudämmen. Bei den Arzneimitteln sei ein «richtiger und wichtiger
Schritt» getan. Dem müssten nun weitere folgen.
Der Schätzerkreis setzt sich zusammen aus Fachleuten des
Gesundheitsministeriums, des Bundesversicherungsamts (BVA) und des
GKV-Spitzenverbandes - des Dachverbandes der gesetzlichen
Krankenkassen. Die Experten berechnen die Einnahmen- und
Ausgabenentwicklung der gesetzlichen Versicherer im laufenden Jahr
und geben Prognosen ab, wie hoch der Finanzbedarf im Folgejahr ist.
(ddp)
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