Berufsunfähigkeitsversicherung
Dienstag, 6. Mai 2008

Berufsunfähigkeit - Warum die staatliche Versorgung nicht ausreicht

Wer heutzutage seine beruflichen Tätigkeit Aufgrund einer Krankheit nicht mehr Nachgehen kann (man ist unfähig seinen derzeitigen Beruf auszuüben) der bekommt von der gesetzlichen Rentenversicherung eine Erwerbsminderungsrente bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente gezahlt. Mit dieser Absicherung vom Staat kann man jedoch nur die nötigsten finanziellen Verpflichtungen weiter erfüllen. Denn im Falle einer Erwerbsunffähigkeit erhält man Erwerbsunfähigkeitsrente. Diese beträge ca. 700-800 Euro pro Monat (Durchschnittlich). Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn man unfähig ist einer beruflichen Tätigkeit länger als drei Stunden pro Tag nachzugehen. Jeder der mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann, der bekommt Erwerbsminderungsrente. Diese beträgt genau die Hälfte der Erwerbsunfähigkeitsrente. Wer sogar 6 Stunden oder mehr pro Tag arbeitsfähig ist bekommt überhaupt nichts.


Eine dieser beiden Renten vom Staat bekommt der Versicherte allerdings nur dann gezahlt, wenn er in keinem anderen Beruf mehr arbeiten kann. Man nennt dies eine "Verweisung auf eine andere berufliche Tätigkeit". Dies bedeutet: Solange der Versicherte arbeiten kann, was er arbeitet ist hierbei völlig unrelevant, bekommt er/Sie keine der beiden Renten vom Staaat gezahlt.

Für die Praxis bedeutet dies: Ein Pilot der Aufgrund von Depressionen oder Angsstzuständen nicht mehr fliegen darf, kann jedoch immer noch eine Tätigkeit an einer Rezeption ausüben bei der er weniger Druck ausgesetzt ist und weniger Verantwortung trägt. Volglich würde er keine Rentenzahlungen vom Staat erhalten.


Sollte man also überhaupt mal eine der beiden staatlichen Renten bekommen, so bleibt immer noch das Problem, das selbst bei voller Erwerbsunfähigketi die Durchschnittsrente nur ca. 700-800 Euro beträgt. Und dies trifft nur zu wenn man sein ganzes Leben lang so viel verdient hat wie ein Durchschnittsdeutscher. Wer weniger verdient bekommt auch dementsprechend weniger Rente. In jedem Fall wird es schwer den Lebensstandard mit diese geringen staatlichen Absicherung zu halten. Diese Lücke schliesst eine private BU-versicherung




Berufsunfähigkeitsversicherung - Die wichtigste Versicherung nach der Privathaftplficht

Die Fachleute sind sich in der Fragestellung wie wichtig eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung ist einig. Sie wird nach der privaten Haftpflichtversicherung als die wichtigste Versicherung überhaupt angesehen. Denn durch oben angesprochene Problematik der geringen staatliche Renten droht viele Menschen bei Berufsunfähigkeit ein starker sozialer Abstieg.


Eine BU Police zahlt eine Berufsunfähigkeitsrente an die Versicherte Person aus, wenn diese Ihrem jetzigen Beruf nicht mehr ausüben kann. Wird im Versicherungsvertrag auf abstrakte Verweisung verzichtet (was bei heutigen Neuverträgen meistens der Fall ist) so ist es bei der privaten BU Absicherung auch egal ob man einen anderen Beruf ausüben kann. Wird man für eine bestimmte Mindestzeit Berufsunfähig so tritt der Versicherungsfall ein und die BU zahlt eine Rente.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 1. April 2013 )
 

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