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Frankfurt am Main (ots) - Die Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung (FuE) der deutschen chemischen Industrie sind im Jahr
2008 gestiegen und liegen mit voraussichtlich 8,4 Milliarden Euro
nach wie vor auf einem hohen Niveau. Gegenüber 2007 ist das ein Plus
von rund 4 Prozent. Mit Blick auf die Finanzkrise sagte Dr. Andreas
Kreimeyer, Vorsitzender des Ausschusses Forschung, Wissenschaft und
Bildung im Verband der Chemischen Industrie (VCI), vor der Presse in
Frankfurt: "Die deutsche Chemieindustrie will auch in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten an ihren hohen Forschungsausgaben festhalten."
Die Chemie ist ein unverzichtbarer Eckpfeiler im deutschen
Innovationssystem. Das machen die aktuellen Forschungskennzahlen der
Branche deutlich. 60 Prozent der gesamten FuE-Aufwendungen der
deutschen Hersteller von Materialien und Vorprodukten entfallen auf
die chemische Industrie. "Sie ist damit wichtigster Lieferant von
neuen Materialien und Vorprodukten sowie von Ideen und
Anwendungs-Know-how für viele andere Industriezweige", sagte
Kreimeyer. Jedes fünfte Patent mit branchenübergreifender Bedeutung
steuert die Chemie bei.
Über 60 Prozent der Unternehmen treiben kontinuierlich
Innovationen voran. In keiner anderen Branche ist der Anteil der
forschenden Unternehmen so hoch wie in der chemischen Industrie. Das
überdurchschnittliche FuE-Engagement spiegelt sich auch in der
Personalstruktur der Firmen. 9 von 100 Chemiebeschäftigten arbeiten
in einem Forschungs- und Entwicklungslabor. Im Verarbeitenden Gewerbe
dagegen sind es durchschnittlich 5 von 100 Beschäftigten.
Im Jahr 2008 hat die Branche zwar wieder mehr Chemiker
eingestellt: 400 gegenüber 360 im Jahr 2007. Doch für 2009 müsse man
davon ausgehen, dass es für Chemieabsolventen schwieriger werde,
einen Arbeitsplatz in der Branche zu finden, machte Kreimeyer
deutlich.
Originaltext: Verband der Chemischen Industrie e.V.
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