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Montag, 12. Oktober 2009


Frankfurt am Main (ots) - Ob Mikromedizin,
Brennstoffzellentechnologie oder intelligente Textilien - in allen
wichtigen Hightech-Feldern ist heute Mikrosystemtechnik zu finden.
Dabei gehört Deutschland zu den weltweit führenden Forschungs- und
Produktionsstandorten. 766.000 Arbeitsplätze sind in Deutschland
direkt oder indirekt mit Mikrosystemtechnik verbunden, so schätzen
Experten. "Damit ist der Beschäftigungseffekt dieser
Schlüsseltechnologie noch größer geworden - im Vergleich zu 2005 um
gut 45.000 Beschäftigte", sagte Prof. Frieder Meyer-Krahmer,
Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF),
am Montag in Berlin. Der Staatssekretär bezog sich auf eine aktuelle
Prognos-Studie: Danach erwarten Experten bis zum Jahr 2020 zusätzlich
250.000 Arbeitsplätze. "Hier passiert genau das, was wir mit der
Hightech-Strategie verfolgen: Wir wollen dort ansetzen, woher das
neue Wachstum kommt."

Auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress 2009, den das BMBF gemeinsam
mit dem Branchenverband VDE organisiert, zog der Staatssekretär eine
positive Bilanz nach sechs Jahren Forschungsförderung im
Rahmenprogramm "Mikrosysteme" des BMBF. Meyer-Krahmer stellte die
Ergebnisse eines Trendpapiers vor, das das BMBF und der VDE für den
Kongress erstellt haben. Gerade BMBF-geförderte Unternehmen erweisen
sich danach als besonders krisenresistent. Nach einer aktuellen
Erhebung beschreiben 60 Prozent die Geschäftslage als befriedigend,
25 Prozent sogar als gut. Allerdings sind die Unternehmen je nach
Branche unterschiedlich stark von der Krise betroffen.
Automobilzulieferer oder Maschinenbauer leiden demnach schwerer als
etwa Medizintechnik-Unternehmen. Letztere konnten selbst in der Krise
weiter wachsen.

Mikrosysteme in der Medizintechnik bergen ausgezeichnetes
Innovationspotenzial - bestes Beispiel ist die Firma BIOTRONIK, ein
Unternehmen, das durch innovative Anwendung von Mikrosystemtechnik zu
einem führenden Hersteller von Medizintechnik wurde. So brachte
BIOTRONIK als weltweit erster Anbieter einen Herzschrittmacher mit
integrierter Fernüberwachungsfunktion auf den Markt. Patientendaten
werden vollautomatisch ausgelesen und per Mobiltelefon an den
behandelnden Arzt gesandt. In kritischen Situationen wird so das
sofortige Eingreifen des Arztes ermöglicht - eine potenziell
lebensrettende Technologie, die in diesem Jahr für den Deutschen
Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert wurde.

Vor allem mittelständische Mikrosystemtechnik-Unternehmen setzten
in den zurückliegenden Monaten bewusst auf Innovationen. Lediglich
fünf Prozent der geförderten Mittelständler verwiesen auf eine
gesunkene Innovationstätigkeit - für Meyer-Krahmer ein Beweis
erfolgreicher Forschungspolitik der Bundesregierung:
"Forschungsförderung im Bereich Mikrosystemtechnik ist
Mittelstandsförderung", so der Staatssekretär. Dreiviertel aller
Forschungsgelder für die Industrie gingen an kleine und mittlere
Unternehmen mit einem Umsatz unter 100 Millionen Euro. Gezielte
Projektförderung bedeutet für diese Unternehmen, dass Forschung und
Entwicklung auch bei kurzfristigen Umsatzeinbrüchen gesichert
bleiben. Somit leistet Forschungsförderung auch einen bedeutenden
Beitrag zur Krisenbewältigung.

Die internationale Spitzenposition Deutschlands bescheinigen auch
die 1.300 VDE-Mitgliedsunternehmen und Forschungsinstitutionen. Laut
VDE-Trendreport 2009, einer Umfrage des VDE unter seinen
Mitgliedsunternehmen, wird Deutschland in der Mikrosystemtechnik
seine Spitzenposition gegenüber den stärksten Konkurrenten USA und
China behaupten. "Eine wissensintensive interdisziplinäre
Querschnittstechnologie wie die Mikrosystemtechnik ist noch mehr als
andere von dem Wissen exzellent ausgebildeter Ingenieure abhängig.
Fehlen sie, wird das mit Innovationsausfall bestraft. Da sich der
internationale Wettbewerb um die besten Köpfe weiter verschärfen
wird, sind kleine und mittelständische Unternehmen vom Expertenmangel
besonders bedroht. Die Förderung des Ingenieurnachwuches in der
Elektro- und Informationstechnik hat also gerade in so
hochinnovativen Bereichen mit mittelständischen Strukturen wie der
Mikrosystemtechnik höchste Priorität", forderte VDE-Präsident Dr.
Joachim Schneider.

Vom 12. bis zum 14. Oktober treffen sich die heimischen
Mittelständler, Großunternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbände
auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress 2009, einem der Top-Events der
deutschen Hightech-Szene. Diskutiert werden innovative
Technologieanwendungen und die Zukunftsthemen der Forschung. Dazu
werden in Berlin circa 900 Teilnehmer erwartet. Der Kongress ist eine
gemeinsame Veranstaltung des BMBF und des VDE und wird von der
VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik
(GMM) und der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT)
organisiert.

Originaltext: VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/9158
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Mehr Informationen bekommen Sie außer in der BMBF-Pressestelle (Tel.
030 1857 5050, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können ) auch beim VDE (Melanie Mora, Tel.
069 6308461, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können ). Informieren können Sie sich auch
unter www.invent-a-chip.de. Informationen gibt auch VDI/VDE
Innovation + Technik GmbH (Alexander Grieß, Tel.: 030 310078-310,
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