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Frankfurt am Main (ots) -
Unternehmen in Deutschland kalkulieren für 2010 mit um 2,6%
höheren Vergütungsbudgets - Pharmabetriebe an der Spitze des
Vergütungsvergleichs
Nachdem die Wirtschaftskrise deutliche Spuren in den betrieblichen
Vergütungsbudgets hinterlassen hat, können Arbeitnehmer in
Deutschland im kommenden Jahr wieder mit weniger Nullrunden und
stärkeren Lohnerhöhungen rechnen. Unter Berücksichtigung der
Unternehmen, die ihre Gehälter einfrieren, ergibt sich für 2010 eine
Erhöhung der Vergütungsbudgets in Höhe von 2,6% nach 1,7% in 2009.
Der aktuelle Wert liegt im Mittelfeld des internationalen
Vergleichs, etwa auf dem Niveau von Unternehmen in den USA und Kanada
sowie den meisten europäischen Industrieländern. Großzügiger planen
vor allem Firmen aus süd- und osteuropäischen Staaten, die ihre
Vergütungsbudgets 2010 um vier bis fünf Prozent erhöhen, wobei in den
Ländern des ehemaligen sowjetischen Staatenverbunds mit
Budgeterhöhungen zwischen 6% und 8% traditionell höhere Werte zu
verzeichnen sind.
Noch 2009 hat der Anteil der Unternehmen, die das Lohnniveau
firmenübergreifend einfrieren, weltweit zugenommen. Angesichts einer
optimistischeren Grundstimmung in der Wirtschaft wird sich dieses
Bild wandeln. Beträgt im laufenden Jahr der Anteil der Unternehmen in
Deutschland, die auf Lohnerhöhungen verzichten, noch 40%, so wollen
2010 nur noch 8% aller Unternehmen mit Nullrunden arbeiten.
Lohnkürzungen sind nicht vorgesehen. Gleichzeitig reservieren
Unternehmen weiter große Anteile ihrer Vergütungserhöhungen für
Leistungsträger und steuern so gezielt den Einsatz der knappen
finanziellen Mittel.
Zu diesen Kernaussagen kommt der aktuelle Towers Perrin Global
Compensation Planning Report 2009/10 zur Entwicklung von weltweiten
Vergütungserhöhungsbudgets.
Für Martin Hofferberth, Vergütungs-Experte bei Towers Perrin,
spiegeln die Werte die Auswirkungen der Wirtschaftskrise wider:
"Angesichts der zurückliegenden schwierigen Jahre haben die
Unternehmen ihre Lohnerhöhungsbudgets nahezu flächendeckend nach
unten korrigiert. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet
aber aufgrund eines positiven Ausblicks wieder mit höheren
Vergütungsbudgets."
Weltweit deutliche Erhöhungen der Vergütungsbudgets erwartet
2010 planen französische Unternehmen mit einem doppelt so hohen
Anstieg ihrer Vergütungsbudgets auf dann insgesamt 2,8%, in
spanischen Unternehmen sollen die Budgets um drei Viertel steigen, in
britischen immerhin noch um fast die Hälfte (47%) auf 2,5%.
In dieser Größenordnung bewegt sich auch der Anstieg in
Deutschland und der Schweiz (53% bzw. 57%). In Österreich dagegen
fällt der Anstieg der Budgets mit rund 22% moderater aus. Auch unter
Berücksichtigung der nationalen Inflationsraten erweisen sich diese
Werte als attraktiv. Mit 1,6% realem Lohnwachstum bewegen sich
Unternehmen dieser drei Länder im oberen Mittelfeld des
internationalen Vergleichs.
Im Vergleich der großen Industrienationen kalkulieren wie im
laufenden Jahr russische Firmen mit der höchsten nominalen Erhöhung
ihrer Vergütungsbudgets (7,7%). Jedoch werden diese Zuwächse
vollständig von der Inflation verzehrt, was auch auf die Länder der
ehemaligen Sowjetunion zutrifft.
Pharma-Branche Spitze, High-Tech-Industrie mit deutlichen
Zuwächsen
2010 wird in fast allen Branchen mit Lohnsteigerungen kalkuliert.
Eine Ausnahme bildet die Pharma-Branche, in der in Deutschland mit
reduzierten Budgets kalkuliert wird. Die Wirtschaftskrise scheint
hier verzögert zu wirken, wenn auch nur begrenzt. Denn wie in der
Vergangenheit planen die Pharma-Unternehmen in Deutschland, wie auch
in Österreich und der Schweiz mit den höchsten
Gehaltssteigerungsraten von 3% und mehr.
Neben Unternehmen aus dem Bereich Professional Services zeigen
sich IT- und Telekommunikationsfirmen am optimistischsten. In der
Schweiz und in Deutschland liegen ihre Budgets für Gehaltserhöhungen
in 2010 über einen Prozentpunkt über dem Wert für 2009.
Selbst für die krisenerschütterte Finanzindustrie sind weltweit
kaum signifikant gesunkene Budgets zu verzeichnen.
Finanzdienstleister in Deutschland wollen ihre Mittel für
Vergütungserhöhungen im Vergleich zu 2009 um rund ein Viertel auf
2,4% erhöhen, der Vergleichswert in der Schweiz liegt bei 2,2% und
damit fast die Hälfte über dem Niveau von 2009.
Der Global Compensation Planning Report 2009/10 ist kostenlos zu
beziehen bei Towers Perrin,
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.
Originaltext: Towers Perrin
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32201
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Pressekontakt:
Towers Perrin - Thomas Müller - 069/1505-5118 -
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