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Hamburg (ots) - Die deutsche IT-Wirtschaft ist nach wie vor auf
Bewerbersuche. Der Konjunkturflaute zum Trotz haben derzeit vier von
zehn der führenden IT-Unternehmen Deutschlands offene Stellen für
Berufseinsteiger ausgeschrieben. Allerdings sind die Boomzeiten für
Computerfachleute vorerst vorbei. Die Jobangebote werden knapper: Im
Vergleich zu 2007 hat die Zahl der Firmen, die zusätzliche
Mitarbeiter einstellen wollen, um 32 Prozent abgenommen. Die Anzahl
der offenen Stellen sank dabei sogar um 68 Prozent. Das sind
Ergebnisse aus der Studie "IT-Jobscout Juni 2009" des Beratungs- und
Softwarehauses PPI AG, der die Stellenangebote der 100 größten
deutschen IT-Unternehmen auswertet.
Insbesondere Nachwuchskräfte aus der Software-Entwicklung spüren
dabei den enger werdenden Arbeitsmarkt. Denn die Zahl der offenen
Stellen für Anwendungsentwickler sank überraschend deutlich.
Gegenüber der Vorjahresstudie hat sich die Zahl der Angebote nahezu
halbiert. 2008 waren Anwendungsentwickler mit einem Anteil von 38
Prozent an allen Jobofferten noch die begehrteste Zielgruppe der
deutschen IT-Unternehmen.
Doch es gibt auch Krisengewinner: So ist die Nachfrage nach
Fachkräften aus der IT-Beratung auf einen neuen Höchststand
gestiegen. In keinem anderen Segment werden derzeit mehr Arbeitnehmer
gesucht. Gegenüber 2008 kletterte die Zahl freier Stellen für
angehende Consultants auf knapp 45 Prozent. Das entspricht einem Plus
von rund 30 Prozent.
Hintergrund des Berater-Booms sind Verschiebungen in der Branche.
So bieten Softwarehäuser und selbst Hardwarehersteller zunehmend
häufiger Beratungsleistungen zu ihren Produkten an oder gründen sogar
eigene Consulting-Töchter. Dabei nutzen sie die aktuelle Krise für
eine gezielte Verstärkung ihrer Teams. Denn der Bewerberpool wächst
stetig und damit steigt auch die Chance, High Potentials für das
eigene Haus zu gewinnen.
Als krisenfest erweist sich zudem der IT-Mittelstand. So finden
sich bei Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 250 Millionen
Euro deutlich häufiger Stellenausschreibungen für Berufseinsteiger
als bei den Branchenriesen. Deutschlandweit wollen in diesem Jahr
sogar mehr als 70 Prozent der IT-Mittelständler neues Personal
einstellen.
Hintergrundinformationen
Für den "IT-Jobscout 2009 - Stellen für Absolventen" hat die PPI AG
die Online-Stellenangebote der 100 größten IT-Unternehmen
Deutschlands untersucht und kann damit einen Querschnitt des
deutschen IT-Stellenmarktes abbilden. Im April und Mai 2009 wurden
dafür insgesamt 202 Stellenanzeigen ausgewertet. Gegenstand der
Untersuchung waren Job-Angebote, die sich an Hochschulabsolventen
oder Einsteiger mit höchstens zwei Jahren Berufserfahrung richten.
PPI Aktiengesellschaft
Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 25 Jahren an den Standorten
Hamburg, Kiel und Frankfurt erfolgreich für die Finanzbranche tätig.
2008 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 280 Mitarbeitern 36
Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern Consulting,
Software Factory und Electronic-Banking-Produkte. Im E-Banking liegt
der Schwerpunkt auf sicheren und wirtschaftlichen Standardprodukten
für die Kommunikation zwischen Firmenkunden beziehungsweise
Privatkunden und ihrer Bank. In der Software-Entwicklung stellt PPI
durch professionelle und verlässliche Vorgehensweise eine hohe
Qualität der Ergebnisse und absolute Budgettreue sicher. Das
Consulting-Angebot erstreckt sich von der strategischen über die
bankfachliche bis zur IT-Beratung.
Originaltext: PPI AG
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Andreas Gutjahr
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