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Freiburg (ots) - Die Zeitarbeit ist von der Wirtschaftskrise
besonders hart getroffen, Experten rechnen mit Umsatzeinbrüchen von
bis zu 40 Prozent. Daher sorgt ein Urteil des Arbeitsgerichts Berlin,
in dem die Tarifunfähigkeit einer christlichen Gewerkschaft
festgestellt wurde, nun für besondere Unruhe in einer ohnehin schon
gebeutelten Branche. Sollte es Bestand haben, stehen
Leiharbeitsfirmen erhebliche Lohnnachzahlungen ins Haus. Darüber
berichtet das Personalmagazin aus der Haufe Mediengruppe in seiner
aktuellen Juli-Ausgabe.
Was ist der Hintergrund? Zeitarbeitnehmer sind nach dem
Equal-Pay-Prinzip zu bezahlen, also so, wie ihre Kollegen in dem
Betrieb, in dem sie gerade tätig sein. Zu dieser Regel besteht jedoch
eine Ausnahme: Bestimmt sich das Arbeitsverhältnis nach einem
Tarifvertrag, so ist der Equal-Pay-Vergleich ohne Relevanz.
Arbeitgeber aus der Zeitarbeitsbranche waren daher auf der Suche nach
einem Tarifpartner, mit dem moderate Tarifabschlüsse möglich waren
und fanden diese in einigen christlichen Gewerkschaften, wie der
Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und
Personal-Service-Agenturen (CGZP). Das Arbeitsgericht Berlin hat
dieser nun die Tariffähigkeit abgesprochen. Bliebe es dabei, wäre der
Tarifvertrag ungültig - die betroffenen Arbeitnehmer hätten auch
rückwirkend einen Anspruch auf gleichen Lohn.
Noch steht eine letztinstanzliche Entscheidung aus. Im aktuellen
Personalmagazin wird über den aktuellen Stand der Diskussion
umfassend berichtet, wobei deutlich wird, dass selbst ausgewiesene
Experten den Sachverhalt unterschiedlich bewerten. Prof. Dr. Schüren
etwa von der Universität Münster hält die CGZP für tarifunfähig, was
auch mit einer Satzungsänderung nicht zu heilen sei. Prof. Dr.
Thüsing von der Universität Bonn warnt vor den verheerenden
wirtschaftlichen Folgen, sollte es bei der Entscheidung bleiben.
Interessierte finden diesen und andere Beiträge auch online unter
www.personalmagazin.de und in der aktuellen Juli-Ausgabe 7/2009.
Originaltext: Personalmagazin
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52301
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_52301.rss2
Ansprechpartner:
Randolf Jessl
Chefredaktion Personalmagazin
Pressekontakt:
Haufe Mediengruppe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
RA Oliver Kaiser
Tel. 0761/3683-975
Fax 0761/3683-900
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Pressecenter der Haufe Mediengruppe unter http://www.haufe.de/presse
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