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Troy/Hamburg (ots) - Mehr als die Hälfte der deutschen
Angestellten bezweifelt, dass die derzeit von ihrem Arbeitgeber
bereitgestellten Fortbildungsmaßnahmen ihren künftigen
Karriereanforderungen entsprechen. Das ist ein Ergebnis des "Global
Workforce Index", einer internationalen Arbeitsplatzstudie des
führenden Anbieters von Personallösungen Kelly Services. An der
Befragung nahmen über 100.000 Angestellte in 34 Ländern teil,
darunter mehr als 2.000 in Deutschland.
"In einem immer stärker umkämpften Wirtschaftsumfeld kann die
Investition in Bildung für Unternehmen zum entscheidenden
Wettbewerbsvorteil werden", sagt Ralf Heiden, General Manager bei
Kelly Services Deutschland. "Auch wenn Fortbildung angesichts des
aktuellen Geschäftsklimas für viele Firmen nicht oberste Priorität
hat: Arbeitgeber, die jetzt in die Förderung ihrer Mitarbeiter
investieren, verbessern langfristig ihre Chancen auf höhere
Produktivität."
Die Studienergebnisse verdeutlichen, wie wichtig Weiterbildung und
gezielte Förderung für Arbeitnehmer unterschiedlicher Altersklassen
ist:
- 63 Prozent der Befragten zwischen 48 und 65 Jahren sind
unzufrieden mit den erhaltenen Weiterbildungsmaßnahmen und
halten sie für unzureichend, um ihre persönlichen Fähigkeiten zu
fördern
- Drei Viertel der 30- bis 47-Jährigen gibt an, dass sie in den
nächsten fünf Jahren gezielte Förderung erhalten müssen, um mit
den sich wandelnden Bedingungen am Arbeitsmarkt Schritt halten
zu können
- Berufseinsteiger zwischen 18 und 29 Jahren sind mit den
Fortbildungsangeboten am zufriedensten: 35 Prozent der Befragten
dieser Altersgruppe fühlen sich durch Seminare und andere
Maßnahmen gut auf die Jobanforderungen vorbereitet
Dass Angestellte und Unternehmen gemeinsam für ein sinnvolles
Weiterbildungsprogramm verantwortlich sind, glauben zudem 83 Prozent
der Studienteilnehmer. Darüber hinaus ist die Sorge über die
mangelnde Nachhaltigkeit ihrer Qualifikation bei den männlichen
Arbeitnehmern verbreiteter (77 Prozent) als bei ihren Kolleginnen (67
Prozent).
Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland unter den Ländern,
in denen die Unzufriedenheit mit dem Fortbildungsangebot am höchsten
ist, den siebten Rang ein: Während hierzulande 57 Prozent angeben,
nicht ausreichend gefördert zu werden, trifft dies auf 69 Prozent der
russischen Arbeitnehmer zu, gefolgt von den Kollegen in der Ukraine
(63), der Türkei (62), Polen und Luxemburg (je 60) sowie Italien (59
Prozent). Am zufriedensten sind dagegen die Angestellten in den USA.
Originaltext: Kelly Services
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