ots: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung / Immer mehr Zahnärzte arbeiten ...
Freitag, 5. Juni 2009


Berlin (ots) -

Trend zur Gemeinschaftspraxis hält an

Die Zahl der Zahnärzte, die nicht in eigener Niederlassung,
sondern als Angestellte in Praxen arbeiten, ist zwischen dem dritten
Quartal 2007 und dem dritten Quartal 2008 von 1.559 auf 2.884
gestiegen. Diese Zahlen weist das aktuelle Jahrbuch 2008 der KZBV
aus, das die statistischen Basisdaten und Trends zur
vertragszahnärztlichen Versorgung in Deutschland dokumentiert.

Für den Vorstand der KZBV hat der enorme Anstieg um fast 85
Prozent klare Ursachen: Viele junge Zahnärzte und vor allem
Zahnärztinnen scheuen die hohen Investitionskosten einer
Praxisgründung und sehen die Arbeit in Anstellung als attraktive
Alternative an. Mit dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz sind
Anstellungsverhältnisse einfacher geworden, und viele
Berufseinsteiger bzw. Praxen nutzen diesen Weg. Damit bilden sich
größere Behandlungseinheiten.

Diese Entwicklung gilt es aus Sicht der KZBV sorgfältig zu
beobachten. Der Trend zu größeren Praxiseinheiten ist durchaus
sinnvoll. Zugleich birgt er aber das Risiko, dass die freiberuflich
geprägte Praxis dabei unter die Räder kommt. Versorgungsstrukturen
mit angestellten Zahnärzten können eine flächendeckende, qualitativ
hochwertige Versorgung, wie sie heute existiert, nicht sichern. Dafür
steht nach wie vor der freie Beruf des selbständigen Zahnarztes.

Der Trend zu Anstellung ist eingebettet in eine generelle
langfristige Entwicklung. Seit Jahren ist eine wachsende Tendenz der
Zahnärzte zum gemeinschaftlichen Arbeiten in Verbünden zu beobachten.
Zahl und Größe der Gemeinschaftspraxen mit mehreren Inhabern nehmen
stetig zu. Ausweislich des aktuellen Jahrbuches ist ihr Anteil von
7,5 Prozent im Jahr 1991 auf 19 Prozent in 2007 angewachsen. Nach
Einschätzung des Vorstandes ist dies auch eine Reaktion auf den
wachsenden Kostendruck und die Unsicherheit im Gesundheitswesen.

Originaltext: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/12264
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_12264.rss2

Für Rückfragen:
Dr. Reiner Kern, Tel.: 030 - 28 01 79 27

Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)
Universitätsstr. 73, 50931 Köln
Internet: www.kzbv.de

Folgende News könnten auch Ihr Interesse wecken:

ots: Monster Worldwide GmbH / Monster Employment Index Deutschland sinkt im ...

Eschborn (ots) - Im Januar zeigt der deutsche Online-Stellenmarkt ein saisonales Tief mit einem Minus von fünf Punkten. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies ein Minus von 16 Prozent. ...

(Wiederholung vom Samstag) Wirtschaftsverband fordert Urlaubsverzicht wegen Wirtschaftskrise

Die Arbeitnehmer sollen wegen der Krise einen Urlaubstag weniger nehmen. Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, sagte der «Bild»-Zeitung (Samstagausgabe): «Wer einen Urlaubstag opfert, sichert seinen Arbeitsplatz. ...

Überraschender Optimismus

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet angesichts der leichten konjunkturellen Erholung, dass es noch in diesem Jahr eine Trendwende am Arbeitsmarkt in Deutschland geben wird. «Die Beschäftigungspläne der Unternehmen ...

Rürup für Mindestlohn als Ergänzung zu «Hartz IV»

Der Ex-Chef der Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, mischt sich mit der Forderung nach einem Mindestlohn in die «Hartz IV»-Debatte ein. «Ein moderater Mindestlohn steht der Idee von Hartz IV nicht entgegen, ...

Merkel geht von einvernehmlicher «Hartz IV»-Lösung aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht in der Debatte um eine Neuordnung von «Hartz IV» von einer einvernehmlichen Lösung mit Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) aus. Das Thema werde sicher im Zuge ...

ots: bwa bonner wirtschafts akademie / BWA ist gegen Parken von Beschäftigten ...

Bonn (ots) - Beschäftigtentransfer muss aktive Neuorientierung fördern DGFP-Interview vereinbaren (Halle 4, Stand 411) und mehr über den sinnvollen Einsatz von Beschäftigtentransfer und moderne Arbeitsmarktprogramme ...


 
< zurück   weiter >

Zufallsartikel