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Köln (ots) -
Der Vorwurf, Gutverdiener würden sich der Solidarität der
gesetzlichen Sozialsysteme entziehen, ist nicht haltbar - sie
finanzieren vielmehr die Umverteilung wesentlich mit. Dies zeigt eine
Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Danach
zahlten die 30 Prozent der Haushalte mit den höchsten Einkommen im
Jahr 2007 mehr als 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge.
Die derzeit diskutierten Vorschläge zur Finanzierungsreform der
Sozialversicherungen würden das Gefälle noch verschärfen: Eine
Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen auf einheitlich 5.250 Euro für
alle Sozialversicherungszweige sowie die Einbeziehung aller
Erwerbstätigen hätte zur Folge, dass die 30 Prozent der Haushalte mit
den höchsten Einkommen sogar über 53 Prozent der Sozialbeiträge
schultern müssten. Zwar würden die Reformen den Sozialkassen
Mehreinnahmen von knapp 25 Prozent verschaffen - im Jahr 2007 wären
das 89 Milliarden Euro gewesen. Allerdings könnte das Zusatzpolster
schnell wieder aufgezehrt werden. Denn durch die Aufnahme der bisher
privat Krankenversicherten - einschließlich ihrer nicht
erwerbstätigen und daher kostenlos mitzuversichernden
Familienmitglieder - warten auf das System erheblich mehr Patienten.
Zudem müsste die gesetzliche Rentenversicherung die Altersversorgung
von Beamten, Selbstständigen und Freiberuflern übernehmen.
Jochen Pimpertz, Nicole Horschel, Christoph Schröder: Soziale
Umverteilung in Deutschland, gefördert von der informedia-Stiftung -
Gemeinnützige Stiftung für Gesellschaftswissenschaften und
Publizistik Köln, in: IW-Analysen Nr. 49, Köln 2009, 116 Seiten,
19,90 Euro. Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter:
www.divkoeln.de
Originaltext: Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln
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Pressekontakt:
Gesprächspartner im IW:
Nicole Horschel, Telefon: 0221 4981-768
Dr. Jochen Pimpertz, Telefon: 0221 4981-760
Telefon zur Pressekonferenz in Berlin am 4. Juni: 0160 90742392
- Querverweis: Ein Dokument liegt in der digitalen
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