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Köln (ots) -
Wer in Deutschland ein geringes Einkommen bezieht, hat es
einigermaßen schwer, aus dieser Situation herauszukommen: Nur für ein
Drittel der Menschen, die im Jahr 2003 zur untersten
Einkommensschicht gehörten, sah es 2007 besser aus. Dabei schafften
von den Arbeitslosen sogar nur 28 Prozent den Aufstieg in eine höhere
Einkommensschicht, bei den Vollzeiterwerbstätigen waren es 35
Prozent. Unter Berücksichtigung aller Einflussfaktoren sind die
Aufstiegschancen für Menschen ohne Job nur halb so groß wie für
Vollzeitbeschäftigte. Der soziale Abstieg ist für Arbeitslose gut
2,5-mal wahrscheinlicher.
Hoffnung macht allerdings, dass fast die Hälfte derer, die im Jahr
2003 arbeitslos oder nicht erwerbstätig waren, aber bis 2007 einen
Job fanden, eine oder mehrere Einkommensschichten empor kletterten.
Welcher Art die gefundene Stelle ist, spielt offenbar keine große
Rolle: Geringverdiener stiegen genauso häufig auf wie Arbeitnehmer
mit höheren Stundenlöhnen. Vor allem Personen aus der untersten
Einkommensschicht können sich durch einen Job sprichwörtlich
hocharbeiten: Ergatterte ein Arbeitsloser aus dieser Einkommensklasse
eine Beschäftigung, erhöhte sich seine Aufstiegschance um etwa das
Dreieinhalbfache im Vergleich zu jemandem, dessen Erwerbsstatus sich
nicht geändert hatte.
Holger Schäfer, Jörg Schmidt: Einkommensmobilität in Deutschland -
Entwicklung, Strukturen und Determinanten, in: IW-Trends 2/2009
Originaltext: Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln
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Pressekontakt:
Gesprächspartner im IW: Holger Schäfer, Telefon: 030 27877-124
Dr. Jörg Schmidt, Telefon: 030 27877-133
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