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Berlin (ots) - Der schweizerische Dessous-Konzern Triumph
International hat in Thailand und den Philippinen 3660
gewerkschaftlich organisierte Arbeiter kurzfristig gefeuert. Nach
wochenlangen Mahnwachen vor den Fabriken tragen deren Gewerkschaften
ihren Protest heute vor die Schweizer Botschaften in Bangkok und
Manila. Die Kampagne für Saubere Kleidung wirft dem Unternehmen
systematische Gewerkschaftseinschüchterung vor.
Ende Juni verkündete das Management der Triumph-Tochterfirma Body
Fashion Thailand überraschend, Ende August fast 2000 Näherinnen zu
entlassen. Der thailändischen Triumph-Zulieferbetrieb Worldwell
Garment Company hatte bereits Anfang Mai der gesamten Belegschaft
gekündigt. Die 41 Betroffenen wurden ohne ihre ausstehenden Löhne und
ohne die gesetzlich geschuldete Kompensationszahlung nach Hause
geschickt.
In den Philippinen sollen Ende August 1660 Arbeiter ihren Job
verlieren, da die beiden Fabriken Triumph International (Philippines)
Ltd. und Star Performance Inc. geschlossen werden. Auch hier hat das
Triumph-Management nicht - wie es internationale Arbeitsstandards
vorschreiben - rechtzeitig und offen mit den Gewerkschaften
verhandelt.
Triumph International führt den massiven Personalabbau auf die
Rezension zurück. "Auffällig ist jedoch, dass ausschliesslich
gewerkschaftlich gut organisierte Fabriken betroffen sind", sagt
Julia Thimm von der Kampagne für Saubere Kleidung. "Triumph
International geht gezielt gegen Gewerkschaften vor." Gleichzeitig
baut der Konzern die Produktion in einer bis jetzt
gewerkschaftsfreien Fabrik in Thailand aus.
Die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign)
unterstützt die Forderung der Partner-Gewerkschaften in Thailand und
den Philippinen, dass Triumph International die Kündigungen
rückgängig macht, geplante Umstrukturierungen in Übereinstimmung mit
der ILO und den OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen
gemeinsam mit den Gewerkschaften vornimmt und in faire und offene
Verhandlungen mit den Gewerkschaften tritt.
Originaltext: INKOTA-netzwerk e.V.
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Julia Thimm
Kampagne für Saubere Kleidung - c/o INKOTA-netzwerk
Greifswalder Straße 33a - 10405 Berlin
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