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Dienstag, 16. Juni 2009


Hamburg (ots) - Deutsche Unternehmen riskieren unnötige
Ausfallzeiten, weil ihr Personal krank an den Arbeitsplatz
zurückkehrt. In jedem zweiten Betrieb ist die verfrühte
Arbeitsaufnahme gängige Praxis. In gut jedem dritten Unternehmen wird
die Ansteckungsgefahr für Kollegen sogar häufig erhöht, weil sich
Mitarbeiter nicht bis zur Genesung auskurieren. Angesichts der
jüngsten Gesundheitsrisiken durch den Ausbruch der Schweinegrippe ist
dieser nachlässige Umgang mit Ansteckungsgefahren alarmierend. Denn
die Ansteckungsprävention spielt eine Schlüsselrolle in der
betrieblichen Influenzapandemievorsorge. "Wer krank ist, bleibt
zuhause" gehört zu den sieben Grundregeln des Robert Koch Instituts
zur Verringerung viraler Ansteckungsgefahren in Unternehmen. Zu
diesen Ergebnissen kommt die Studie "Betriebliche
Gesundheitsvorsorge" vom IMWF Institut für Management- und
Wirtschaftsforschung in Kooperation mit handelsblatt.com. 203 Fach-
und Führungskräfte verschiedener Branchen haben an der Befragung
teilgenommen.

Die Schwachstellen in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge
spiegeln sich darüber hinaus in den Organisationsstrukturen vieler
Betriebe wider. So verfügte 2008 nach eigenen Angaben gerade einmal
jedes zweite Unternehmen über eine interne Einrichtung für
Gesundheitsfragen. Dabei ist die positive Wirkung betrieblicher
Gesundheitsvorsorge in den Unternehmen im Grundsatz unbestritten. 70
Prozent der Fach und Führungskräfte gehen davon aus, dass sich die
Krankheitsfälle unter den Mitarbeitern durch Vorsorgemaßnahmen
reduzieren lassen. Bei Virenerkrankungen, die in den Betrieben mit
Abstand am häufigsten für Fehlzeiten von Mitarbeitern verantwortlich
sind, gehört dazu jedoch eine penible Einhaltung der Prävention.
Durch die sorglose Duldung erkrankter Mitarbeiter am Arbeitsplatz
konterkarieren viele Unternehmen die Empfehlungen der
Gesundheitsexperten.

Bei der Fragestellung, wie viele Betriebe sich mittlerweile mit
der Notwendigkeit einer Pandemieplanung beschäftigen, zeigen sich
jedoch erste Fortschritte. 27 Prozent der Fach- und Führungskräfte
gaben an, dass sie die Ausarbeitung eines Notfallplans planen. 13
Prozent schlossen die Planung bereits ab. Das ist ein Anstieg um acht
Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig verringerte sich
die Zahl der Unternehmen, die sich mit der Fragestellung der
Pandemieplanung noch nicht auseinandergesetzt haben, um sieben
Prozentpunkte auf 26 Prozent. Diese Entwicklung dürfte von den
Gesundheitsverantwortlichen in der Politik ausdrücklich begrüßt
werden. Auf dem Weltgesundheitstag 2009 hob das
Bundesgesundheitsministerium jüngst die wichtige Rolle der
Privatwirtschaft für die Influenzapandemieplanung ausdrücklich
hervor. Nur wenn alle relevanten Kräfte der Gesellschaft
zusammenarbeiten, lassen sich die Folgeschäden einer Länder und
Grenzen überschreitenden Grippepandemie eindämmen.

Hintergrundinformationen:
Diese Presseinformation basiert auf einer Online-Umfrage, die vom
IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung in Kooperation
mit handelsblatt.com durchgeführt wurde. Vom 16. Februar bis 18. März
2009 wurden insgesamt 203 Fach- und Führungskräfte aus
unterschiedlichen Branchen befragt.

IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung

Das IMWF wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die
Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für
Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende
Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die
Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen
oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück. Vor diesem
Hintergrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte
zwischen Wissenschaft und an fundierter Aufarbeitung relevanter
Management- und Wirtschaftsthemen interessierter Unternehmen geknüpft
werden.

Dieses Netzwerk wird wesentlich durch Wilhelm Alms aufgebaut. Er hat
als ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Mummert Consulting
vielfältige Erfahrungen mit der Umsetzbarkeit von
Forschungsergebnissen in der Managementpraxis gesammelt und hat es
sich zur Aufgabe gemacht, Brückenschläge zwischen Wissenschaft und
Wirtschaft zu initiieren.

Wenn Sie an diesem Netzwerk partizipieren wollen, freut sich das IMWF
über Ihre Nachricht. Von wissenschaftlichen Partnern wird erwartet,
nachweislich praxisorientierte Forschung leisten zu wollen. Im
Gegenzug hierzu obliegt es den eingebundenen Unternehmen, relevante
Fragestellungen zu formulieren und die Freiräume für die Aufarbeitung
dieser Themen zu gewährleisten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.imwf.de

Originaltext: IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65649
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Pressekontakt:
Faktenkontor GmbH
Roland Heintze
Tel.: +49 40 22703-7160
Fax.: +49 40 22703-7961
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