ots: IKK e.V. / Innungskrankenkassen: Selbstverwaltung muss gestärkt werden
Dienstag, 8. September 2009


Berlin (ots) - IKK e.V.-Vorstandsvorsitzender: "Wir wirken als
Seismograph der Arbeitgeber und Versicherten"

Die Innungskrankenkassen fordern die Stärkung der
Selbstverwaltung. Denn die Vertreter der Arbeitgeber und Versicherten
tragen intensiv dazu bei, dass Solidarität und Eigenverantwortung in
den gesetzlichen Krankenkassen gelebt werden.

"Wir wirken als Seismograph der Arbeitgeber und Versicherten und
vertreten deren Interessen", sagt Andreas Fabri, Arbeitgebervertreter
im Verwaltungsrat der Signal Iduna IKK sowie Vorstandsvorsitzender
des IKK e.V., Dienstleister der Innungskrankenkassen auf Bundesebene.

Die Selbstverwalter bringen aktiv die Bedürfnisse und Forderungen
der Arbeitgeber und Versicherten auf der regionalen Ebene und
insbesondere auch beim Spitzenverband der gesetzlichen
Krankenversicherung ein. Hierzu sagt Fabri: "Als in der Region
verankerte Selbstverwalter einer vor allem handwerklichen
Krankenversicherung kennen wir die Belange von Handwerk und
Mittelstand. Wir sorgen in den verschiedensten Gremien dafür, dass
diese Gehör finden und sich am Ende auch in Beschlüssen
niederschlagen."

Kritisch sieht der Vorstandsvorsitzende des IKK e.V. die
Auswirkungen der derzeitigen Gesundheitspolitik. "Die Autonomie der
Krankenkassen ist durch den Einfluss des Staates zunehmend
beschnitten worden. Das muss ein Ende haben." Im Auge hat Fabri dabei
vor allem den einheitlichen Beitragssatz für alle Krankenkassen, der
nicht die Interessen der Beitragszahler widerspiegelt. Von der
zukünftigen Bundesregierung fordert daher der IKK e.V., dass die
vollständige Beitragssatzautonomie wieder eingeführt wird.

Die Selbstverwaltung der gesetzlichen Krankenversicherung ist
einmalig in der europäischen Sozialversicherung. Dort sitzen
Vertreter von Arbeitgebern und Versicherten, und zwar ehrenamtlich.
Sie entscheiden nicht nur über die Bestellung des Vorstandes einer
Krankenkasse und verabschieden den Haushalt, sondern sind darüber
hinaus verantwortlich für alle Satzungsleistungen wie Wahltarife,
aber auch für zusätzliche Versorgungsangebote. Dazu gehören
insbesondere die Bereiche Prävention und Rehabilitation.

Durch die aktive Gestaltung der Versorgungsangebote der Kassen
trägt die Selbstverwaltung dazu bei, dass die Versicherten, bezogen
auf ihre konkrete Lebens- wie Berufssituation, ebenso effizient wie
qualitativ hochwertig versorgt werden. "Deshalb ist und bleibt die
Selbstverwaltung nicht nur unverzichtbar, sondern muss vielmehr
weiter gestärkt werden", so Fabri.

Über den IKK e.V.:

Der IKK e.V. ist die Stimme und der Dienstleister von
Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Der Verein ist von der BIG
direkt gesund, der IKK Brandenburg und Berlin, der IKK gesund plus,
der IKK Niedersachsen, der IKK Nordrhein, der numIKK, der IKK
Thüringen und der SIGNAL IDUNA IKK mit dem Ziel gegründet worden, die
Interessen seiner Mitglieder und deren über drei Millionen
Versicherten gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des
Gesundheitswesens zu vertreten.

Originaltext: IKK e.V.
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Pressekontakt:
Pressesprecherin Fina Geschonneck, Tel.: 030 202491-11,
Fax: 030 202491-50, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

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