ots: Betriebsrat der Deutscher Ring-Gruppe / Jahrestag des Überfalls: Bâloise ...
Mittwoch, 11. November 2009


Hamburg (ots) - Heute vor einem Jahr hat die Bâloise-Versicherung
den Startschuss für die Zerschlagung der Unternehmensgruppe Deutscher
Ring gegeben. Die Schweizer verkündeten das Ziel, ihre deutschen
Gesellschaften - Sach- und Lebensversicherung des Deutschen Ring und
Basler Versicherungen - stärker vernetzen und Synergien heben zu
wollen. Außerdem wollte die Bâloise in ihrem wichtigsten
Auslandsmarkt "aufnahmefähig für Fusionen und Übernahmen sein." Die
Erfolge der neuen Strategie lassen sich zwölf Monate später leicht
beschreiben: Es gibt keine.

Auf der heutigen Betriebsversammlung erwarten die Beschäftigten
der Unternehmensgruppe Deutscher Ring eine Erklärung für das
Fehlmanagement in Deutschland. Die Deutscher Ring Gesellschaften des
Schweizer Versicherers wurden durch die sprunghaften Entscheidungen
des Bâloise-Konzerns in die Handlungsunfähigkeit getrieben. Denn
wichtige Entscheidungen können ohne Zustimmung vom Deutscher Ring
Krankenversicherungsverein, der infolge der ausgelösten Turbulenzen
inzwischen zur Signal Iduna Gruppe gehört, nicht umgesetzt werden.
Gleichzeitig lehnt die Bâloise ein Ende der Pattsituation durch den
Verkauf ihrer Ring-Gesellschaften kategorisch ab. Die Signal Iduna
erklärt sich dagegen bereit, die gesamte Unternehmensgruppe Deutscher
Ring zu übernehmen,

Der Widerstand gegen die Blockadehaltung der Bâloise-Versicherung
in Deutschland wächst. In einer Protestaktion "100 Prominente gegen
sinnlosen Stellenabbau" schließen sich inzwischen zahlreiche
Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammen, um auch den
Bâloise-Konzern an seine Verantwortung gegenüber den beschäftigten
Menschen zu erinnern.

Es darf nicht sein, dass Arbeitsplätze nicht aus wirtschaftlicher
Notwendigkeit, sondern aufgrund fahrlässiger Unternehmensführung
gestrichen werden müssen und Menschen anschließend auf der Straße
stehen. Pflichtvergessenheit gegenüber den Beschäftigten ist ein
klarer Verstoß gegen das Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft.

Ansprechpartnerin für Presseanfragen:
Helga Reichow
Betriebsratsvorsitzende der Deutscher Ring-Gruppe
Tel.: +49 40 3599-3016
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Originaltext: Betriebsrat der Deutscher Ring-Gruppe
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